RECAP: Gröller Hospitality X Wirtshausfestival FELIX 2026
"Women shaping taste." Authored by Women.
Wenn Haltung schmeckt – das FELIX Wirtshausfestival 2026 bei Gröller Hospitality
Unter dem Leitmotiv „Women shaping taste. “ stellte die Gröller Hospitality beim FELIX Wirtshausfestival 2026 Köchinnen in den Mittelpunkt, die Geschmack aus Überzeugung formen – persönlich, kulturell verwurzelt und kompromisslos. Vier Abende, vier Handschriften, drei Orte: eine Einladung, Kulinarik nicht nur zu genießen, sondern bewusst zu erleben.
Das waren unsere Felix 2026 Events
kranabethhütte am Feuerkogel, Ebensee
"Ryokan am Feuerkogel" – Japanische Gastfreundschaft & Kulinarik auf 1.530 Metern
Für zwei Abende wehte japanische Gastfreundschaft über den Feuerkogel. Die Kranabethhütte verwandelte sich in einen alpinen Ryokan – reduziert, warm und offen. Risa und Yumi, zwei Köchinnen aus Japan, brachten ihre kulinarische Heimat ins Salzkammergut. Nicht als Inszenierung, sondern als gelebte Haltung.
Ein Ryokan ist mehr als ein Gästehaus. Er ist ein Ort des Zusammenseins, an dem Essen, Zeit und Gemeinschaft zusammengehören. Genau dieses Gefühl übersetzten Risa und Yumi in die alpine Umgebung – mit Achtsamkeit, Sinnlichkeit und einem feinen Gespür für den Moment.
Was genau passierte, blieb bewusst offen. Sicher war: Es wurde gekocht, geteilt, verkostet und gefeiert. Kulinarische Stationen entstanden und verschwanden. Aromen trafen auf Höhenluft, Sake auf Schnee. Eine alkoholfreie Begleitung von Friederike Duhme (kein&low) fügte sich leise in den Abend ein.
Direkt an der Skipiste wurde die Kranabethhütte Teil des Geschehens – der Berg war kein Hintergrund, sondern Mitspieler. Der Abend wurde von ausgewählten japanischen Ritualen und überraschenden Momenten begleitet, ruhig, spielerisch und im natürlichen Fluss.
Dieser Abend folgte keiner klassischen Dramaturgie, sondern einer weiblichen Handschrift: intuitiv, gemeinschaftlich und aufmerksam.
Parvin Razavi x Belétage
Hotel Post am See, traunkirchen
"Ein Fest fürs Gemüse"
Parvin Razavi &Flora Wien Creative Head Chef, kochte aus einer tiefen persönlichen und kulturellen Verwurzelung heraus. Ihre Küche erzählte von persischen Wurzeln, von Migration, von Selbstbehauptung – und von einer großen Liebe zum Gemüse als Hauptdarsteller. Beim Wirtshausfestival Felix 2026 brachte sie diese Handschrift in die Belétage: kraftvoll, würzig, sinnlich und voller Lebenslust.
Gemeinsam mit dem Belétage-Team entstand ein lockeres Sharing-Menü, das Traditionen aufgriff und neu zusammensetzte. Gemüse stand im Zentrum, getragen von Gewürzen, Texturen und Aromen, die man nicht erklärt bekommen musste – man spürte sie. Ein Gang mit Stör ergänzte das Menü perfekt – als subtile Referenz an den Kaspischen Raum und die kulinarischen Handelsrouten, die Parvins Küche bis heute prägen.
Warum man teilnahm? Weil dieser Abend zeigte, wie Küche kulturelle Identität sichtbar macht – ohne Schwere, ohne Pathos. Ein Fest, das verband, öffnete und erzählte.
Mehr Einblicke in die Zusammenarbeit von Parvin Razavi und Max Deuker (Küchenchef Belétage) gibt es im Blogbeitrag und bei Youtube: Zwei Spitzenköche im Gespräch.
THERESIA PALMETZHOFER x POSTSTUBE 1327
Hotel Post am See, traunkirchen
"Aus dem Mostviertel ins Salzkammergut — modern interpretiert"
Theresia Palmetzhofer zählt zu den besten Köchinnen Österreichs. Mit vier Hauben ausgezeichnet, unter den 100 besten Chefs des Landes gelistet und 2023 von Rolling Pin als Female Chef of the Year geehrt, stand sie für eine Küche, die die Klassik ernst nahm – und sie zugleich weiterentwickelte.
Ihr Kochen gründete auf traditionellem Handwerk, das sie von ihrer Mutter gelernt hatte. Geprägt wurde ihr Stil zudem durch internationale Stationen in renommierten Küchen in Wien, Kopenhagen und San Sebastián. Diese Erfahrungen lebte sie in ihrem Gasthaus zur Palme im Mostviertel.
In der Poststube 1327 zeigte sie, wie zeitgemäße gehobene Wirtshausküche klingen kann: tief verwurzelt in regionalen Zutaten aus dem Mostviertel und der Umgebung, präzise umgesetzt mit klassischer Technik, ohne Dogmen – dafür mit einer klaren, selbstbewussten Handschrift. Regionale Produkte wurden nicht nur verarbeitet, sondern durch kreative Ideen und sorgfältige Umsetzung auf ein neues Niveau gehoben.
Ihre Küche war regional inspiriert, aber nicht begrenzt. Weil Genuss keine Grenzen kennt, flossen subtile internationale Einflüsse in Textur, Gewürz- und Technikwahl ein. Wie sie selbst sagte, kochte sie „Gerichte, die sie selbst gerne isst“ – klar, ehrlich und charaktervoll.
